Pankerknacker #13/2006
„Alte Hasen, neue Töne. Und was für welche. Geile Melodien. Töfte, unkryptische Texte, die weder nerven noch in die Hose gehen. Mal wunderbar harmonisch, mal melancholisch, dann wieder aggressiv und bissig. Packender, mitreissender Punkrock aus Hamburg. Hierbei handelt es sich zwar um das Debut-Album, doch alle 5 Musiker haben massig Erfahrung in so coolen Bands wie …But Alive, Rasta Knast und Emils gesammelt. Das geile Teil erscheint am 11. September auf Sunny Bastards."
Ox #67 - 04/2006
„Mit einer solch namhaften und ruhmreichen Vergangenheit wird die Messlatte automatisch recht hoch angesetzt. Aber GOTTKAISER, Hamburgs Punk-Rock-All-Star-Band, bewältigen diese Hürde des schweren Debüts meisterlich. Und das trotz des nicht einfachen Erbes, für das Historienpunkte wie …But Alive, Combat Shock, OHL, Emils und Rasta Knast verantwortlich sind. Der Musikjournallie wird es dadurch allerdings schön einfach gemacht. Wir Schreibtischtäter verweisen einfach auf die Vergangenheit der einzelnen GOTTKAISER und sagen: So, mischt das mal alles zusammen und ihr wisst, wo der Bartel den Most holt. Und den findet man in der alten Hamburger Punkrock-Schule, welche die Damen und Herren GOTTKAISER ja zum Teil selber mitprägten. Das heißt druckvoller Punkrock ohne Scheuklappen anderen Genres gegenüber. So darf auch mal die eine oder andere Metal-Axt geschwungen, ein Off-Beat gespielt, eine Popmelodie gesungen oder ein Hardcore-Brett gebratzt werden. Und dazu lässt uns Sänger Fred an seiner Sicht der Welt und Dinge teilhaben, ohne dabei oberlehrerhaft mit erhobenem Zeigefinger aufzutreten. Teils sehr persönlich, dann auch wieder allgemeingesellschaftlich werden kleine Geschichten erzählt, die dem Hörer immer wieder ein „Stimmt" oder „Genau" entlocken. Und genau das macht den Reiz aus. Man hat das Gefühl, hier spricht jemand das aus, was einem selber schon länger durch den Kopf geht. GOTTKAISER sind das Beste Beispiel dafür, dass deutscher Punkrock auch im Jahr 2006 - 30 Jahre nach der Explosion - noch immer frisch und energetisch klingen kann, ohne altbacken und klischeebeladen zu sein. Mit diesem Debütalbum im Koffer sollten nun bald die Bühnen der Republik bereist werden. Deutschpunk-Deutschland wird GOTTKAISER lieben."
www.crazyunited.de
Neue Hamburger Band mit Leuten von COMBAT SHOCK, ...BUT ALIVE, EMILS und und und.... dieses Name-Dropping haben sie aber nicht nötig. Sie klingen weder nach KAREL GOTT, noch nach ROLAND KAISER - und auch nach keiner Fortsetzung einer der o.g. Bands. Hier gibt's druckvollen, sehr melodischen, oftmals recht fixen Punkrock, ohne ins Kitschige abzugleiten; emotionale, persönliche Texte, ohne in „Hamburger Schule"- oder Emo-Gejammere auszubrechen und eine saubere Produktion mit cleanem, deutlichem Gesang (von ex-COMBAT SHOCKer Fred), die den Songs aber keinerlei Energie oder Authentizität raubt. Die fast ausschließlich in der Ich-Perspektive geschrieben Songs handeln oft von menschlichen Unzulänglichkeiten, persönlichen Erfahrungen und Beobachtungen, die dadurch, dass man nicht mit dem Finger auf andere zeigt, ehrlich und unaufdringlich wirken. Wie hier stellenweise mit der deutschen Sprache gearbeitet wird, ist meilenweit entfernt von erzwungenen Reimen oder pseudointellektuellem Phrasengedresche und man beweist auch Sinn für zynischen Humor: „Erst spät hast du verstanden: Du bist ein Legostein. Ich bau dich nach Belieben in mein Ego ein. Kaum eine Stunde später, beladen mit Gepäck, hast du mir eröffnet, statt hin seiest du nun weg."
Ohne Ausfall laufen die abwechslungsreichen 15 Songs durch und hinterlassen einen durchweg guten Eindruck. Gerade die Gitarrenarbeit erinnert bisweilen dann doch an ...BUT ALIVE zu ihren besten Zeiten. Aufmerksam auf die Band wurde ich übrigens durch Konzerte in kleinen Läden, wo man gute Shows lieferte und anscheinend Spaß daran hatte, noch mal „ganz unten" anzufangen. Eine verdammt gute Scheibe und sympathische Band, die aber sicherlich nicht jedem auf Anhieb gefallen wird. 2 Günni
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Übersteiger (St. Pauli Fan Magazin)
"Eine neue Band feiert ihren ersten Release. Mit von der Party sind aber alte Haudegen der Punk and Roll-Szene, die schon früher E-Äxte, Drumsticks und Micros haben schwingen lassen. Aus den Trümmern alter Bands wie OHL, Emils und Combat Shock kommt nun diese Prügel-Pop-Combo aus Hamburg daher und serviert uns klasse Balladen im Highspeed-Modus. Die Lyrics, sag ich mal, sind von Tiefe geprägt, existenzialistisch angehaucht und erzählen von den Unwägbarkeiten des Lebens. Sicherlich sind die weniger was für raubeinige, harte Kerle, aber die werden dann schon durch den harten Sound mit schnellen Riffs und packenden Soli mitgerissen. Und Ohrwurm-Qualitäten haben die Songs allemal. Spätestens bei „Rückendeckung" ertappen wir uns beim Mitgröllen, wachen am nächsten Morgen auf, schauen in den Spiegel und singen erneut "Gib mir Rückendeckung, ich brauch Rückendeckung, mitunter kommt das Leben zu geballt..." Einfach gottkaiserlich. Nun denn, meinen Segen haben die Jungs um die charismatische Bassistin Sylvia jetzt schon, und ich spreche folgende Empfehlung aus: Kaufen!"
Legacy #44
„Einen ganz bescheidenen Band-Namen geben sich diese Hamburger Jungs (und eine Dame), protzen mit ihren (tatsächlich recht renommierten) Ex-Bands wie …But Alive, Combat Shock, OHL, Emils oder Rasta Knast. Das riecht doch nach großer Klappe und wenig dahinter. Nach einem gelungenen Intro scheint das zunächst nicht bestätigt - der erste echte Song ,Irgendwann' aber schmeckt nach toter Hose. Doch diesen ersten leichten Schock korrigieren die Nordlichter mit ,Rückendeckung' - hier punkt's nach vorne, die Melodien fühlen sich slimig/emilig an, und vor allen Dingen - und das setzt sich in der Folgezeit erfreulicherweise fort - nie nach dummen Dosenpunk. Ihre jahrelange Erfahrung spiegelt sich zum einen in der sehr professionellen der gesamten CD-Erscheinung wieder - an Instrumentierung, Aufmachung, Sound (wenn auch ein wenig glattpoliert) gibt es allerwenigst auszusetzen. Zum anderen aber strahlt die ganze Scheibe eine gewaltige Portion Coolness aus - dem GOTTKAISER ist es natürlich vollkommen wumpe, dass die Musik dem einen zu sehr nach Metal klingt, dem nächsten zu sehr nach Hard-Core - dann ist da auch noch Ska (bä!), oder Pop (bäbä!). Alles egal, schließlich bittet hier der GOTTKAISER zum Tanze, äh Pogo. Der erwachsene Herrscher setzt sich scheinbar bewusst zwischen viele Stühle, und genau darum macht das Album auch jede Menge Spaß, das Album rockt geradeaus, gibt Atempausen, regt zum Zuhören aber auch zum Mitmachen an - kluge Texte gibt's inklusive. Ein einziger Kritikpunkt sei wiederholt: Live klingt des himmlische Oberhaupt um einiges dreckiger, die Stimme um ein Vielfaches rotziger - aber auch das ist schnurz, weil Geschmackssache.
In diesem Sinne: Bescheidenheit ist eine Zier, GOTTKAISER geht auch ohne ihr."
www.oitheprint.au
„Noch nie etwas gehört von dieser Band, dürfte eine Zusammenrottung aus anderen deutschen Punkbands sein. Und die Devise lautet hier ganz klar "einmal Punk - immer Punk". Gesungen wird auf deutsch, gespielt wird schneller Punk mit viel Melodie, die in erster Linie durch die Lead-Gitarre gezaubert wird. Irgendwie erinnert mich der Gesang an Terrorgruppe, aber vom Image her haben die nix mit den Berlinern zu tun. Die 15 Songs laufen ganz rund und gefallen mir nicht so schlecht. Die Band dürfte die Sache recht ernst nehmen, zumindest macht es den Eindruck. Kein D-Punk,der irgendwie skrupellos dahingefetzt ist, sondern ziemlich auf den Punkt gebracht, ein paar poppige Anleihen, aber nicht unbedingt die Warmduscher-Fraktion. Booklet auf mattem Papier ist auch einmal was anderes. Feine Produktion, Sunny Bastards."
www.stammtischstratege.de
„Das Debütalbum von Gottkaiser hat mich sehr überrascht. Das Booklet wirkt schlicht gehalten, aber dennoch in gelungener Qualität. Alles in einem aber nicht so, als wenn man jetzt eine klasse CD in den PC / die Anlage legt... Aber man soll nicht vom Ersteindruck urteilen - zack die CD rein, angemacht und WOW... Aus der Anlage klingt ein feines Intro das den kaiserlichen Empfang vorbereitet und leutet eine sehr gelungene CD ein! Die Songs sind keinesfalls eintönig oder langweilig - nein sie überzeugen durch eine vielfalt an textlichem Inhalt und vorallem durch einen sehr starken Sound. Gefällt mir sehr gut diese CD - besonders die Lieder "Rückendeckung", "Ungelogen", "Gefühlte Schwester" und "Bilder an der Wand" haben es mir angetan. Wer bei dem Sound parallelen zu den Emils, Rasta Knast, OHL, But Alive, Combat Shock, oder Volkswiderstand erkennt, der hat richtig gehört - denn aus den Bands haben sich die Jungs von Gottkaiser zusammengefunden. Dennoch spielen die Jungs einen komplett eigenen Musikstil der irgendwie unbeschreiblich ist, da er aus vielen Bereichen (sei es Rock, Punk, Pop) aufeinander einwirkt. Insgesamt gesehen ergibt das für ein Debüt-Album von mir die vollen 10 Punkte!"
Intro # 142 (September 06)
„Gottkaisers Logo sieht noch beknackter aus, als sich der Name schon anhört. Leider aber sind sie geil.Was soll man machen? Außer, das dann auch zu erwähnen? Und dass wer von den Emils mitspielt, hört man beim Eingangsintrumental ziemlich deutlich. So fett, tight und schnell kann's gehen. Der eine von ...But Alive ist auch dabei. Und so erklärt sich vielleicht doch langsam, warum diese hochmelodischen Punkknaller so gut abliefern. Wie Muff Potter, nur ohne das Bübische und ohne das Muss, sich über seine Kernklientel hinaus interessant machen zu wollen."
Metal Hammer (Januar 2007)
" "Kalte, feuchte Hände, mein Herz läuft im Galopp / Freie Auswahl! Das bedeutet: Strapaze für den Kopf."
Es gibt Leute, die können sich nicht entscheiden - aber bisher gab es noch keine Bands, die Texte darüber geschrieben haben. Aber Gottkaiser ist eine Punk Rock-Kapelle, die sich persönlichen Themen zuwendet: Kotzen Punks bislang vor allem wegen der grausamen gesellschaftlichen Zustände, singen die Hamburger über Themen wie Einsamkeit, Verzweiflung, Sinnsuche, Profilneurosen, Harmoniesucht und - man glaubt es kaum - Zufriedenheit. "Einfach mal locker machen, den Anspruch an ständige Sinnhinterfragung fallen lassen und das Leben genießen!" Diese kleine Revolution in Sachen Inhalte von Punk Rock-Songs untermalen sie musikalisch mit flotten, wendigen Nummern, voll eingängiger Melodien. Mit diesem erfrischenden Album füllen die Hanseaten eine Lücke: Sie spielen Punk für den denkenden Menschen, dem die Klischees zum Halse raushängen. Weiter so!"

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